Wolfgang-Dauner-Award an Marco Mezquida im Fruchtkasten Stuttgart
Preisverleihung und Konzert des spaischen Pianisten Marco Mezquida
Marco Mezquida – piano, cymbal
Sonntag, 5.7.2026
Der Preisträger begeistert bei anschliessendem Konzert
Mit einer feierlichen Matinee im Haus der Musik im Fruchtkasten wurde der WOLFGANG DAUNER AWARD an den spanischen Pianisten und Komponisten Marco Mezquida verliehen.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wurde erst zum zweiten Mal von der Péter Horváth Stiftung gestiftet und im Rahmen der Jazz Open Stuttgart an herausragende Persönlichkeiten des europäischen Jazz unter 40 Jahren vergeben.
Jens Schlensog eröffnete die Veranstaltung. In seiner Ansprache würdigte er den Award als Ausdruck der engen Verbindung zwischen der internationalen Strahlkraft der Jazz Open und dem musikalischen Erbe Wolfgang Dauners.
„Mit dem Wolfgang Dauner Award möchten wir außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten fördern, die – wie Wolfgang Dauner – musikalische Grenzen überschreiten und den europäischen Jazz mit ihrer eigenen Handschrift weiterentwickeln. Marco Mezquida verkörpert diesen Geist in besonderer Weise.“
Einer der bedeutendsten europäischen Pianisten seiner Generation
Die Laudatio hielt Bernd Haasis, langjähriger Jazzkritiker und Mitglied der Jury des WOLFGANG DAUNER AWARDS. Er würdigte Marco Mezquida als einen der bedeutendsten europäischen Pianisten seiner Generation.
Im Anschluss überreichte unter anderem Randi Bubat, zum Gedenken an ihren Ehemann und als Mitinitiatorin, den WOLFGANG DAUNER AWARD an Marco Mezquida. Der Pianist bedankte sich sichtlich bewegt für die Auszeichnung mit einer kleinen Dankesrede: „Diesen Preis zu erhalten, bedeutet mir sehr viel. Wolfgang Dauner war ein Künstler, der Freiheit, Neugier und Kreativität gelebt hat. Sein Name ist eine Inspiration für Musikerinnen und Musiker weit über Deutschland hinaus.“
Den musikalischen Höhepunkt bildete das anschließende Solokonzert von Marco Mezquida. Durch die von ihm zahlreichen Accessoires, die er am Instrument platzierte und musikalisch aufgriff, entlockte er diesem ganz eigene Töne. Durch das Zupfen und Streichen an den Saiten erzeugte er eine dynamische Rhythmik und ergreifende musikalische Stimmung. Sein facettenreiches Programm, das Jazz, Klassik, mediterrane Klangwelten und freie Improvisation verband, begeisterte das Publikum. Er zeigte seine technische Brillanz im Zusammenspiel mit poetischer Tiefe und außergewöhnlicher Spontanität. Sein Spiel kannte keine stilistischen Grenzen und stand zugleich unverkennbar für seine eigene musikalische Sprache – „ganz im Sinne der künstlerischen Offenheit, für die Wolfgang Dauner zeitlebens stand“.
Bianca Schmied
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