Konzerte

Die magische Anziehungskraft der Joss Stone bei den jazz open stuttgart 2026

Mit der Power des Soul, Jazz und Pop: Joss Stone begeisterte mit magnetischer Bühnenpräsenz

Joss Stone – Main Artist
Steve Down – Guitar
Matt Rubano – Bass
Adam Smith – Drums
Joshua Brown – Keys
Tom Walsh – Trumpet
James Gardiner-Bateman – Sax
Artia Emelia Lockett – Backing Vocals
Bailey Hyneman – Backing Vocals
Louise Labelle – Backing Vocals

Stuttgart, 11.7.2026

Ein kraftvoller Ritt durch die Genres

Joss Stone hat sie einfach: Diese magische Anziehungskraft. Optisch wirkte sie beim Auftritt auf den Jazz Open fast elfenhaft zart, mit einer Prise modernem Hippie. Die starke Stimme, die aus dem zarten Körper kam, beeindruckte umso mehr. Die britische Sängerin wandelte durch die Genres und begeisterte das Publikum mit ihrer scheinbar mühelosen Fusion aus Soul, Pop und Jazz. Das lange, wallende Kleid funkelte in der Abendsonne am Schlossplatz. Zum Schluss: Tosender Applaus und dieses magische Gefühl einer perfekten Konzertnacht im Sommer.

Als Joss Stone die Bühne betrat, war sie eine Erscheinung. Noch bevor sie einen einzigen Ton sang, versprühte sie mit ihren langen, gewellten Haaren und ihrer natürlichen Aura positive Energie. Als dann ihre kräftige Soulstimme erklang, war vom ersten Moment klar: Joss Stone ist zurecht eine der Größten ihres Genres und die perfekte Wahl, um das Publikum auf Jamie Cullum einzustimmen. Bei Songs wie „Super Duper Love“, „Fell In Love With A Boy” oder „No Thank You” hatte das britische Stimmwunder das Publikum ebenso im Griff wie bei mitreißenden Coversongs wie „Son of a Preacher Man“ oder dem Janis Joplin-Klassiker „Piece of M Heart“. Bei Letzterem hatten man das Gefühl, der Song sei wahrlich für Joss Stone bestimmt. Als träge sie den Spirit von Janis Joplin weiter, einer neuen Generation entgegen. Hingabe, Passion und überwältigende Emotionen von den leisen bis zu den lauten Tönen.

Vereinnahmend gefühlvoll: Das Jazz-Open-Publikum verliebt sich in Joss Stone

Dass die Musikerin und ihre Band das Publikum wirklich in ihren Bann zogen, merkte man auch daran, dass sich nur wenige Zuschauer von ihrer Performance losreißen konnten oder wollten. Der Innenraum und die Sitzplätze blieben fast durchgängig voll, der Getränkenachschub oder Toilettengang wurde gerne zugunsten der immersiven Performance verschoben. Joss Stone gelang dabei der Spagat, alle Emotionen zu zeigen, sich teilweise völlig in ihrer Darbietung zu verausgaben und dennoch geerdet zu wirken. Sicher in ihrer überwältigenden Stimme, lebensbejahend und bis in die Haarspitzen so mit positiver Energie gefüllt, dass man sich ihrer Strahlkraft gar nicht entziehen konnte.

In etwas mehr als 1,5 Stunden verwandelte Joss Stone den Schlossplatz bei den Jazz Open so in ein Meer aus kollektiver Freude und sie zeigte auch, wie nahbar sie trotz ihres Star-Status ist: Sie verließ die Bühne und lief ganz entspannt durch die ersten Reihen im direkten Kontakt mit dem Publikum. Ohne viel Security, ohne Allüren. Natürlich, frei, entspannt und herzlich. Irgendwie gelang der Ausnahmekünstlerin so der Spagat, absolute musikalische Brillanz zu zeigen und gleichzeitig wie die nette Freundin von nebenan zu wirken. Eine, bei der man sich über Herzschmerz ausweinen kann, während sie dir barfuß in ihrer Küche ein Glas Wein einschenkt.

Den krönenden Abschluss des Konzert bildeten die Zugaben „Right To Be Wrong“ und „Some Kind Of Woderful“, mit der an diesem Samstagabend endgültig besiegelt war: Wir sind alle ein bisschen verliebt in Joss Stone!

Spoiler: Zum Glück sollte das Publikum sie wenig später bei Jamie Cullum noch einmal wiedersehen.

Setlist

You Had Ne/Bring On The Rain/Disco
Super Duper Love
Fell In Love With A Boy
Jet Lag
Stoned/Teardrops
Spoiled
Mr Wanker/High Road
No Thank You
This Too Shall Pass
Tell Me Aabout It
Put Your Hands Medley
Right To Be Wrong
 Some Kind Of

Jessica Wittmann-Naun

Schauen Sie in den nächsten Tagen wieder vorbei – Dann gibt es hier auch noch mehr Konzertfotos.

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