Eröffnungskonzert mit Gregory Porter bei den jazz open Modena 2026
Doppelkonzert mit Diana Krall und Gregory Porter auf der Piazza Roma
Modena, 13.7.2026
Magische Nacht in Modena: Wie Gregory Porter die Piazza Roma in pure Euphorie hüllte
Es gibt diese Sommerabende, die sich anfühlen wie eine warme, vertraute Umarmung. Ein solcher Abend eröffnete nun das neue Jazz-Festival in der charmanten Kulisse der italienischen Stadt Modena. Nachdem bereits Diana Krall die Herzen des Publikums erwärmt hatte, betrat der unangefochtene „King of Soul“ die Bühne auf der Piazza Roma: Gregory Porter. Gemeinsam mit seiner großartigen Band schenkte der kalifornische Ausnahmesänger den Menschen ein fast dreistündiges Konzert, das sich mit unvergesslichen Gänsehaut-Momenten tief ins Gedächtnis aller Anwesenden einprägen wird.
Vom Kirchenchor auf die Weltbühnen
Um die emotionale Tiefe seiner Musik zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seinen Lebensweg. Aufgewachsen im kalifornischen Bakersfield, saugte Porter den dortigen Southern Gospel Sound förmlich auf. Es war vor allem die Nat King Cole-Plattensammlung seiner Mutter, die seine Seele formte und den Grundstein für seinen heutigen, unverwechselbaren Sound legte.
Der Weg zur Musik war jedoch kein gerader: Zunächst studierte Porter mit einem Football-Stipendium an der San Diego State University und sang nebenbei in kleinen, verrauchten Jazzclubs. Erst nach einem Umzug nach New York City verschrieb er sich ganz seiner wahren Berufung. Von da an gab es kein Halten mehr: Seine ersten beiden Alben Water (2010) und Be Good (2012) brachten ihm sofort GRAMMY-Nominierungen ein und ließen die Musikwelt aufhorchen.
Ein globales Phänomen mit tiefer Seele
Der endgültige Durchbruch gelang ihm 2013 mit seinem Blue-Note-Debüt Liquid Spirit. Das Album entwickelte sich zu einem weltweiten Phänomen, verkaufte sich über eine Million Mal und bescherte Porter seinen ersten GRAMMY. Das US-Radionetzwerk NPR adelte ihn ehrfürchtig als „America’s Next Great Jazz Singer“. Dass dies keine Übertreibung war, bewies er 2016 mit Take Me To The Alley – sein zweiter GRAMMY und der endgültige Beweis dafür, dass er der gefühlvollste Jazz-Singer-Songwriter seiner Generation ist.
Porter blieb seinen Wurzeln stets treu. 2017 verneigte er sich mit dem tief berührenden Tribute-Album Nat King Cole & Me vor seinem großen Idol, bevor er 2020 mit dem mitreißenden Werk ALL RISE zu seinen eigenen Songwriter-Wurzeln zurückkehrte. Beide Alben wurden ebenfalls für den GRAMMY nominiert. Seine musikalische Reise feierte er schließlich 2021 auf Still Rising, einer intimen Sammlung aus neuen Songs, Covern, Duetten und seinen ganz persönlichen Lieblingsliedern.
Ein Künstler zum Anfassen
Was Gregory Porter so nahbar und geliebt macht, ist seine Vielseitigkeit und Wärme, die er von der Bühne ins Publikum ausstrahlt. Ob in seinem Podcast The Hang, in dem er sehr persönliche Gespräche mit prominenten Freunden führt oder in seiner Kochsendung The PorterHouse: Überall spürt man seine tiefe Verwurzelung in der Gemeinschaft. Es sind die Erinnerungen an Weltreisen, aber vor allem die familiären Kochtraditionen aus einer Kindheit mit seiner Mutter und sieben Geschwistern, die er dort teilt.
Genau diese menschliche Wärme war es auch, die an diesem Abend durch Modena strömte. Gregory Porter hat nicht nur gesungen – er hat die Piazza Roma umarmt.
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