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Günter Lenz ist gestorben

Bassist Günter Lenz ist im Juni 2026 gestorben

Böblingen, 29.6.2026

Abschied von einer Ikone des deutschen Jazz

Die Musikwelt trauert um eine der prägendsten und vielseitigsten Persönlichkeiten des deutschen Jazz.

Im Alter von 87 Jahren ist der Ausnahmemusiker, Komponist und Hochschullehrer Günter Lenz von uns gegangen. Seine Karriere begann in den 1950er-Jahren in den Jazzclubs der US-Armee. Als Kontrabassist im legendären Albert Mangelsdorff Quintett und als langjähriges Mitglied des hr-Jazzensembles schrieb er deutsche Musikgeschichte.

Sein unverkennbares Spiel und seine visionären Arrangements machten ihn zu einem international geschätzten Partner für Jazz-Größen wie Chet Baker, Coleman Hawkins und Krzysztof Komeda. Auch mit eigenen Formationen wie Springtime feierte er große Erfolge und wurde unter anderem zweifach mit dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Hessischen Jazzpreis sowie als bester deutscher Jazzmusiker ausgezeichnet. Neben dem Jazz schuf er auch große Orchesterarrangements, unter anderem für Plácido Domingo.

Als Professor an der Musikhochschule Stuttgart gab er seine tiefe Leidenschaft und sein Wissen an die nächste Generation weiter. Bis zuletzt blieb er der Bühne treu.

Im April 2016 haben wir den Bassisten mit Patrick Bebelaar und Frank Kroll bei einem „Jazz im Prinz Karl“ – Konzert im Sudhaus Tübingen gehört. Davon gibt es auch einen kurzen Bericht und mehr Fotos auf unseren Vorgängerseiten.

Wir verlieren einen genialen Künstler, einen inspirierenden Lehrer und einen wunderbaren Weggefährten. Sein musikalisches Erbe wird unvergessen bleiben.

Am 26. Juni 2026 starb er im Alter von 87 Jahren.

Portraits von Günter Lenz