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	<title>Gastbeitrag - Jazzreportagen.com</title>
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	<title>Gastbeitrag - Jazzreportagen.com</title>
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	<item>
		<title>Rotem Sivan im Jazzclub Bix Stuttgart 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 16:47:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[bix stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>snahme-Gitarrist Rotem Sivan macht im Rahmen seiner Europatournee am 10.9. Halt im Jazzclub Bix und beweist mit seinem Trio, wie eindrucksvoll...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jazzreportagen.com/rotem-sivan-im-jazzclub-bix-stuttgart-2026/">Rotem Sivan im Jazzclub Bix Stuttgart 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jazzreportagen.com">Jazzreportagen.com</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="770" height="513" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-im-bix-stuttgart-2026-3108.jpg" alt="Rotem Sivan im Jazzclub Bix Stuttgart 2026" class="wp-image-28292" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-im-bix-stuttgart-2026-3108.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-im-bix-stuttgart-2026-3108-600x400.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-im-bix-stuttgart-2026-3108-270x180.jpg 270w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-im-bix-stuttgart-2026-3108-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rotem Sivan im Jazzclub Bix Stuttgart 2026</figcaption></figure>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3"><strong>Rotem Sivan</strong> – Gitarre<br><strong>David Sirkins </strong>– Drums<br><strong>Dan Montgomery</strong> – Bass</p>



<h2 class="wp-block-heading">Virtuosität auf leisen Sohlen: Rotem Sivan begeistert mit beinahe poetischem Fokus</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ausnahme-Gitarrist Rotem Sivan macht im Rahmen seiner Europatournee am 10.9. Halt im Jazzclub Bix und beweist mit seinem Trio, wie eindrucksvoll die leisen Töne sein können und welche Anziehungskraft der Kontrast zwischen musikalischem Genie und Zurückhaltung hat.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stuttgart, 10.9.2026 Bevor wir uns dem musikalischen Part des Abends widmen, muss an dieser Stelle der Jazzclub Bix als wichtiger Teil dessen herausgestellt werden. Die Konzerte hier sind schon vor dem ersten Ton geprägt vom Charme dieses Clubs: schummriges Licht, die bestens ausgestattete Bar, ein unaufgeregtes Publikum und dieses ganz besondere Flair, das den Spirit des Jazz und Soul in jede Ecke atmet – bis hin zum Retro-Charme der strahlend orangen Toilette. Ich fühle mich hier immer (selbst in Ermangelung an echten Vergleichsmöglichkeiten) wie in einem legendären Jazzclub der 1970er in New York oder New Orleans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieses Szenario eingebettet betritt der israelische Jazz-Gitarrist Rotem Sivan, der in New York lebt, zusammen mit seinen Musikern David Sirkins (Drums) und Dan Montgomery (Bass) fast beiläufig die Bühne. Zurückhaltend, unaufgeregt und leise. Im Bix herrscht fast andächtige Ruhe. Nur ein kurzes Nicken in Richtung seiner Musiker deutet an, dass das Konzert beginnt. Was folgt, ist eine auserlesene Setlist aus Eigenkompositionen, Jazzklassikern oder auch zum Schluss Bob Dylans „Make you feel my love“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bei dem Konzert begeistert, ist das vereinnahmende Talent: das perfektionierte Handwerk und die Feinfühligkeit, mit denen Sivan bei jedem Stück zeigt, warum er zu einem der Besten der Szene gehört. Sanft, liebevoll und dann wieder druckvoll entlockt er seiner Gitarre an diesem Abend mehr als nur Töne. Es sind nuancenreiche, musikalische Geschichten, die fast immer ohne Text auskommen und dabei doch so viel erzählen. Vom Leben, von Anekdoten, Schicksalsschlägen und Liebe. Und dann scheint all das wieder ganz weit weg: Es geht um die Musik um ihretwillen. Warme Töne und ein klares, fast hypnotisches Spiel prägen seinen Sound. Sein Spiel ist flüssig und von einer beeindruckenden Dynamik geprägt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-band-im-bix-stuttgart-2026-3517.jpg" alt="Rotem Sivan mit Band im Jazzclub Bix Stuttgart 2026" class="wp-image-28294" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-band-im-bix-stuttgart-2026-3517.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-band-im-bix-stuttgart-2026-3517-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-band-im-bix-stuttgart-2026-3517-768x384.jpg 768w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rotem Sivan mit Band im Jazzclub Bix Stuttgart 2026</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Pure Spielfreude und ein Trio auf Augenhöhe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man den Rotem Sivan beobachtet, zieht er einen unmittelbar in seinen Bann: ganz versunken in sein Instrument, das er oft fast verliebt anlächelt, und sich sichtbar über die Töne freut, die er ihm entlockt. Auch das Zusammenspiel mit den Musikern zeigt das immer wieder. Es ist fast, als wäre man als heimlicher Gast bei einer intimen Probe dabei. Ich bin mir sicher: Würde er die Songs ohne Zuhörer nur für sich spielen, hätte er genauso viel Spaß daran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit kurzen, manchmal auch humorvollen Ansagen wendet er sich an das Publikum, immer mit einer sanften, ruhigen und fast hypnotischen Stimme. Unaufgeregt und auf das Wesentliche reduziert, um im nächsten Moment im Zusammenspiel mit David Sirkins an den Drums und Dan Montgomery am Bass alle mit einer facettenreichen und nuancierten Performance zu begeistern. Die beiden jungen Musiker nennt Sivan an dem Abend gleich mehrfach namentlich – ein weiteres Zeichen, dass bei diesem Mann trotz seiner großen Erfolge kein Raum für ein überdimensioniertes Ego ist. Die Musiker stehen als gleichwertige Künstler auf der Bühne.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-auf-der-buehne-bix-stuttgart-2026-7532.jpg" alt="Rotem Sivan auf der Bühne im Jazzclub Bix Stuttgart 2026" class="wp-image-28293" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-auf-der-buehne-bix-stuttgart-2026-7532.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-auf-der-buehne-bix-stuttgart-2026-7532-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/rotem-sivan-auf-der-buehne-bix-stuttgart-2026-7532-768x384.jpg 768w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rotem Sivan auf der Bühne im Jazzclub Bix Stuttgart 2026</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gleich zwei Zugaben fordert das begeisterte Publikum, bevor das Trio genauso unaufgeregt verschwindet, wie es aufgetaucht ist. Ein Abend, der eindrucksvoll gezeigt hat: Musikalische Brillanz muss nicht laut sein und wahre Spielfreude kann man nicht vortäuschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Text und Fotos Jessica Wittmann-Naun</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Infos unter <strong><a href="https://www.rotemsivan.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.rotemsivan.com</a></strong></p>
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		<title>Die Ull Möck mit Band in der Zehntscheuer Schönaich 2026</title>
		<link>https://www.jazzreportagen.com/die-ull-moeck-mit-band-in-der-zehntscheuer-schoenaich-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 17:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„A Day In The Life“ waren bei Ull Möck wohl mehrere Tage während der Corona-Zeit, die er dazu nutzte Beatles-Nummern so zu arrangieren, dass so manche...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jazzreportagen.com/die-ull-moeck-mit-band-in-der-zehntscheuer-schoenaich-2026/">Die Ull Möck mit Band in der Zehntscheuer Schönaich 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jazzreportagen.com">Jazzreportagen.com</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="513" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-708.jpg" alt="Ull Möck an Pianos mit Beatles go Blue Note in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28278" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-708.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-708-600x400.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-708-270x180.jpg 270w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-708-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ull Möck</figcaption></figure>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3"><strong>Ull Möck</strong> (Piano &amp; Keys)<br><strong>Axel Kühn</strong> (Bass)<br><strong>Michael Kersting</strong> (Drums)<br><strong>Lilly Thornton</strong> (Vocals, Special Guest)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ull Möck Band feat. Lilly Thornton mit <em>Beatles go Blue Note</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit der Musikschule Schönaich setzt die Kontrabassistin Judith Goldbach künftig mit dem neu gegründeten Verein die „Jazz in der Zehntscheuer“-Veranstaltungen fort. Zum Start legte der Pianist Ull Möck mit seinem Trio und der Gastsängerin Lilly Thornton ein Beatles Programm auf. Doch wehe wenn sie freigelassen – von den Beatles blieben oft nur die Melodieführungen übrig</em></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="555" data-id="28277" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/ull-moeck-in-der-zehentscheuer-schoenaich-766.jpg" alt="Ull Möck moderiert bei Beatles go Blue Note in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28277"/><figcaption class="wp-element-caption">Ull Möck</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="555" data-id="28276" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/saengerin-lilly-thornton-zehentscheuer-schoenaich-758.jpg" alt="Lilly Thornton mit Ull Möck &amp; Band in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28276"/><figcaption class="wp-element-caption">Lilly Thornton</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni waren wieder jazzige Töne in der Schönaicher Zehntscheuer zu vernehmen. Jazzig &#8211; auch wenn die Kompositionen der Beatles den musikalischen Stoff dafür lieferten. „Beatles Go Blue Note“ nennt der Stuttgarter Jazzpianist und Arrangeur <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/ull-moeck/">Ull Möck</a></strong> dieses Programm. Warum aber lässt sich ein Jazzer von den Fab Four inspirieren? „<em>Die Beatles sind immer noch meine Lieblingsband</em>“ äußert sich Möck hierzu. Mit eigenen Bearbeitungen will er sich vor deren Werk verneigen. Seiner Ansicht nach lassen sich die Kompositionen dieser Giganten der Popmusik hervorragend in den Slang des Jazz und Souljazz der 50er- und 60er Jahre übersetzen – ein Stil, der bis heute zeitlos und innovativ erscheint.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="555" data-id="28270" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/axel-kuehn-zehentscheuer-schoenaich-703.jpg" alt="Axel Kühn in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28270"/><figcaption class="wp-element-caption">Axel Kühn</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="554" data-id="28272" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/drummer-michael-kersting-zehentscheuer-schoenaich-712.jpg" alt="Michael Kersting in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28272"/><figcaption class="wp-element-caption">Michael Kersting</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Verneigung vor dem Werk der Fab Four</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit namhaften Weggefährten nahm er das Publikum auf eine besondere musikalische Reise mit. Mit an Bord waren die Landesjazzpreisträger <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/axel-kuehn/">Axel Kühn</a></strong> (Kontrabass) und <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/michael-kersting/">Michael Kersting</a></strong> (Schlagzeug), sowie die amerikanisch/schweizerische Sängerin<strong> Lilly Thornton</strong>. Die Vereinsvorstände Judith Goldbach und ihr Mann, Saxophonist Andreas Francke, waren über die zahlreichen Gäste sichtbar erfreut und bedankten sich, dass Jazz in Schönaich so gut angenommen wird. „<em>Drive My Car</em>“ hieß es dann gleich nach dem Opener und die Musiker hatten gerne im Zehntscheuer-Mobil Platz genommen, um für rund zwei Stunden ihr Publikum mit pfiffigen Arrangements zu beglücken. Easy Going-Music mit funky anmutendem Mittelteil, ein melodiös bluesiges Basssolo und nach anfänglicher Zurückhaltung schließlich ein paar Drumfiguren Kerstings, bei denen Ringo vermutlich staunend den Mund weit aufgesperrt hätte. Ein „<em>Ticket To Ride</em>“ musste Lilly Thornton sicherlich nicht lösen um das Trio zu ergänzen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="370" data-id="28275" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/pianist-ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-098.jpg" alt="Ull Möck spielt Klavier bei Beatles go Blue Note in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28275" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/pianist-ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-098.jpg 370w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/pianist-ull-moeck-zehentscheuer-schoenaich-098-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ull Möck</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="370" data-id="28273" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/lilly-thornton-zehentscheuer-schoenaich-728.jpg" alt="Lilly Thornton singt in der in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28273" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/lilly-thornton-zehentscheuer-schoenaich-728.jpg 370w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/lilly-thornton-zehentscheuer-schoenaich-728-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lilly Thornton</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Zahlreiche Zungenschnalzer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sie kam, sah und siegte mit einer facettenreichen bluesigen Stimme, die mit exzellenten Tremoli tief unter die Haut ging. „<em>A Day In The Life</em>“ waren bei Ull Möck wohl mehrere Tage während der Corona-Zeit, die er dazu nutzte Beatles-Nummern so zu arrangieren, dass so manche Zungenschnalzer-Momente entstanden. Mit dem Bösendorf-Flügel und einer Hammond SK 1 zauberte er wunderbare Klangflächen, jazzige Harmonieunterlagen zu bekannten Beatles-Melodien und innovative Soli. „<em>Come Together</em>“ würde wunderbar in die heutige Zeit passen, meinte Möck. Dazu ein Basssolo, bei dem Kühn mit freudig springender Leichtigkeit über alle Lagen hüpfte. Der bei den Beatles etwas zu kurz gekommene George Harrison wird wohlwollend aus dem Musikerhimmel geschaut haben als sein „<em>Within You Without You</em>“, von indischen Harmonien durchdrungen, aufs Allerfeinste interpretiert wurde. Kühns singender Bass steuerte das Seine dazu bei.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="370" data-id="28279" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/axel-kuehn-zehentscheuer-schoenaich-701.jpg" alt="Axel Kühn mit Ull Möck &amp; Band in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28279" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/axel-kuehn-zehentscheuer-schoenaich-701.jpg 370w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/axel-kuehn-zehentscheuer-schoenaich-701-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /><figcaption class="wp-element-caption">Axel Kühn</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="370" data-id="28274" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/michael-kersting-zehentscheuer-schoenaich-708.jpg" alt="Michael Kersting mit Ull Möck &amp; Band mit Beatles go Blue Note in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28274" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/michael-kersting-zehentscheuer-schoenaich-708.jpg 370w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/michael-kersting-zehentscheuer-schoenaich-708-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michael Kersting</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenenapplaus für innovative Soli</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anerkennender Szenenapplaus gab es für Möcks perkussives Pianosolo bei einer „very jazzy version“ von „ <em>A Hard Days Night</em>“ und beim nachfolgenden „<em>Can’t Buy Me Love</em>“ ließ man es zur Erholung erst mal ruhig angehen. Doch der treibende Beat linste schnell wieder um die Ecke; mit einem Pianosolo, ein wenig im Stile McCoy Tiners und einem mit allen Finessen gespickten Drumsolo. Eine sichtlich und hörbar gut gelaunte Combo durfte sich nach diesem letzten Stück des Abends natürlich noch nicht in den wohlverdienten Feierabend zurückziehen. Eine weitere Harrison-Nummer begann balladenartig mit Stimme und Piano um dann doch noch zu explodieren. „<em>Something</em>“ geriet dabei in die Spiritual -Patterns einer Black Church und wurde dementsprechend auch „very black“ von Thornton interpretiert. Doch damit noch nicht genug. „Now<em> And Then</em>“, wohl der letzte Song der Beatles in den 70ern, sollte noch als Betthupferl dienen und traf mit gefühlvollen Harmonien und einfühlsamem Bass direkt ins Herz.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/beatles-go-blue-note-zehentscheuer-schoenaich-130.jpg" alt="Die Ull Möck Band mit Beatles go Blue Note in der Zehntscheuer Schönaich 2026" class="wp-image-28271" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/beatles-go-blue-note-zehentscheuer-schoenaich-130.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/beatles-go-blue-note-zehentscheuer-schoenaich-130-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/09/beatles-go-blue-note-zehentscheuer-schoenaich-130-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ull Möck Band</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Jazz in der Zehnscheuer</em>“ lieferte einen bemerkenswert schönen Auftakt zur Vereinsgründung – so darf es weitergehen! Mit dem Pianisten <strong><em>Olaf Polziehn</em></strong> und dem Saxofonisten <strong><em>Jochen Feucht</em></strong> wird es am <strong><em>17. Oktober</em></strong> sicherlich keinen Qualitätseinbruch geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Beatles-Trilogie (<em>Vol. 1-3</em>) mit dieser Formation sowie eine Beatles Piano CD (<em>Across The Universe</em>) sind direkt bei Ull Möck erhältlich: ullmoeck@gmx.de</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bernd Epple</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Portraits von <a href="https://www.jazzreportagen.com/ull-moeck/"><strong>Ull Möck</strong></a></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Portraits von <a href="https://www.jazzreportagen.com/axel-kuehn/"><strong>Axel Kühn</strong></a></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Portraits von <a href="https://www.jazzreportagen.com/michael-kersting/"><strong>Michael Kersting</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Lenny Kravitz bei den jazz open Stuttgart 2026</title>
		<link>https://www.jazzreportagen.com/lenny-kravitz-bei-den-jazz-open-stuttgart-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 19:24:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[jazzopen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seine Gitarre und die von seinem langjährigen Weggefährten Craig Ross krachen brachial wie gehabt los und schleudern ihr jaulenden Töne über...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/lenny-kravitz-jazz-open-reiner-pfisterer-2026-0148.jpg" alt="Lenny Kravitz bei den jazz open Stuttgart 2026" class="wp-image-28196" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/lenny-kravitz-jazz-open-reiner-pfisterer-2026-0148.jpg 1200w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/lenny-kravitz-jazz-open-reiner-pfisterer-2026-0148-600x400.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/lenny-kravitz-jazz-open-reiner-pfisterer-2026-0148-270x180.jpg 270w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/lenny-kravitz-jazz-open-reiner-pfisterer-2026-0148-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lenny Kravitz bei den jazz open Stuttgart 2026 &#8211; Foto Reiner Pfisterer</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der entspannte Rockstar aus dem Jungbrunnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Er scheint sich in den letzten Jahren äußerlich so gut wie gar nicht verändert zu haben, der Mann mit der Pfeilgitarre und der Rastamähne. Als <strong>Lenny Kravitz</strong> pünktlich kurz vor einundzwanzig Uhr locker schlendernd die Bühne auf dem Schloßplatz betritt scheint sich nichts im Vergleich zu seinem letzten Auftritt verändert zu haben. Seine Gitarre und die von seinem langjährigen Weggefährten Craig Ross krachen brachial wie gehabt los und schleudern ihr jaulenden Töne über wie gewohnt perfekt eingestellte Anlage ins Publikum. Der inzwischen über Sechzigjährige hat nichts an Ausstrahlung und musikalischer Substanz verloren, es ist eher wie guter Wein der gereift ist und immer besser schmeckt.  Es sucht auch immer die Nähe zum Publikum, schüttelt Hände und richtet immer inspirierende Botschaften an die Menge. Auch bedankt er sich bei Gebärdensprachdolmetscherin rechts an der Bühne, umarmt und knuddelt diese, auch ein Moment der bewegt und zeigt dass Kravitz nahbar ist und die Menschen liebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Seit Jahrzehnten genreübergreifende musikalische Klasse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seine musikalische Klasse und die der Band sind unbestreitbar „<em>High Level</em>“. Besonders <strong>Jas Kayser</strong>, die 30-jährige Schlagzeugerin mit dem Wahnsinnswuschelkopf, hat es dem Publikum angetan. Sie wirkt wie zwanzig hat aber eine unwahrscheinliche Bühnenpräsenz, die in einem donnernden kurzem Solo unterstrichen wird und die über 7000 Zuschauer zu einem Beifallsorkan hinreißt. Kravitz genießt seinen Auftritt in vollen Zügen, das ist in jedem Augenblick seiner Show spürbar. Wie könnte er sonst einen Song wie „<em>We are all here and we are alive</em>“ schreiben. Wie im Text des Songs erlebt auch er an diesem Abend jeden Moment bewusst und genießt seine Darbietung. Die Menge ist ebenso verzückt und genießt ebenso wie die Band jeden einzelnen Ton, tanzt und sing im Kollektiv dazu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an gibt es auch auf den Sitzplätzen kein Halten mehr, denn die enorme Ausdruckskraft und die musikalische Klasse die Kravitz bietet und die von der Bühne in die Menge schwappt ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Der Sänger bewegt sich mühelos zwischen den Genres Rock, Funk, Soul und Blues. Diese Mischung hat an Faszination nichts eingebüßt. Immer wieder duellieren sich der Meister und sein Weggefährte <strong>Craig Ross</strong>, den er Bruder nennt mit ihren markanten Gitarrenriffs. Die „<em>Schlussofensive</em>“ kulminiert mit den Klassikern „<em>American Woman“, „Fly Away</em>“ und „<em>Are you gonna go my Way</em>“. Man kann sagen, dass jeder Einzelne auf dem Stuttgarter Schlossplatz an diesem fantastischen Abend den Weg mit Lenny mitgegangen ist. Besonders ist es auch zu erwähnen, dass der Superstar und seine Band wohl einen Sonderstatus genießen, was die Auftrittszeit betrifft. Normalerweise sollten die Konzerte bei den Jazz Open auf dem Schlossplatz um exakt 22.30 Uhr beendet sein.  Aber Kravitz spielt einfach weiter. Erst gegen <strong>22.45 Uhr</strong> verlässt die Band endgültig die Bühne. Keine Beschwerden, keine Polizei, nur vezückte und glückliche Menschen. Und so passt der Titel seiner Zugabe genau auf den Moment. <em>„Let Love Rule</em>!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harald Kümmel</p>



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		<title>Miles Davis Story – Die sechziger bis neunziger Jahre</title>
		<link>https://www.jazzreportagen.com/miles-davis-story-die-sechziger-bis-neunziger-jahre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 15:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jazzreportagen.com/?p=28142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt stehen Stilbrüche, neue musikalische Partnerschaften und die eigenständige Weiterentwicklung seines Spätwerks.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jazzreportagen.com/miles-davis-story-die-sechziger-bis-neunziger-jahre/">Miles Davis Story – Die sechziger bis neunziger Jahre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jazzreportagen.com">Jazzreportagen.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="470" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/HuckertsJazzecke.jpg" alt="Das Titelbild zu Klaus Huckerts Jazz Ecke" class="wp-image-14710" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/HuckertsJazzecke.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/HuckertsJazzecke-600x366.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/HuckertsJazzecke-768x469.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Klaus Huckerts Jazz Ecke</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Von Kind of Blue bis Tutu</h2>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbemerkung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Teil 1 unserer Trilogie haben wir das Leben und die Musik von <strong>Miles Davis</strong> von 1944 bis 1959 vorgestellt. Sein Schaffen in dieser Zeit steht für stetige Erneuerung: Er verband die traditionelle Jazzsprache mit neuen Ideen und ebnete damit den Weg zum modernen Jazz. Kennzeichnend sind seine kontrollierte, ökonomische Klangsprache, seine Verbindung von Bebop, Cool Jazz und Hard Bop. Weiterhin seine Entwicklung hin zu einem modalen, harmonisch offeneren Denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtige Impulse erhielt er insbesondere durch die Zusammenarbeit mit <strong>Gil Evans</strong>, die entscheidend dazu beitrug, neue Klangräume zu erschließen. Dabei blieb <strong>Miles Davis</strong>‘ Haltung klar: Melodie, Dynamik und Form waren ihm wichtiger als bloße Virtuosität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diese Grundlagen knüpft Teil 2 der Trilogie an und richtet den Blick auf die folgenden Jahrzehnte. Im Mittelpunkt stehen Stilbrüche, neue musikalische Partnerschaften und die eigenständige Weiterentwicklung seines Spätwerks.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die sechziger Jahre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 1959 erschien das bahnbrechende Modal-Jazz-Album „Kind of Blue“. An den Aufnahmen war eine kurzlebige Sextett-Formation beteiligt, die <strong>Miles Davis</strong> 1958/59 zusammengestellt hatte: <strong>John Coltrane, Julian „Cannonball“ Adderley, Bill Evans, Paul Chambers </strong>und <strong>Jimmy Cobb.</strong> <strong>Wynton Kelly</strong> ersetzte Evans ausschließlich bei dem Titel „Freddie Freeloader“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miles Davis</strong> spielte Trompetensoli, in denen sich abgeklärte Kühle und leidenschaftliches Feuer begegneten. Das Werk gilt als eines der einflussreichsten Alben der Jazzgeschichte. Es ist geprägt durch modale Improvisation, vergleichsweise wenige harmonische Wechsel, melodische Ökonomie und eine konzentrierte, vielfach melancholische Atmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrer letzten gemeinsamen Europatournee im Frühjahr 1960 verließ <strong>John Coltrane</strong> die Band endgültig. Im März 1961 kehrte er für die Aufnahmen zu „Someday My Prince Will Come“ noch einmal als Gast ins Studio zurück. Das Album verbindet Hard Bop mit lyrischen, harmonisch zurückgenommenen Passagen und markiert eine Übergangsphase in Davis’ Entwicklung. Der gleichnamige Titelsong ist ein Jazzwalzer aus <strong>Walt Disneys</strong> Zeichentrickfilm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. In der Rezeption wurde das Album teilweise als weniger innovativ als Davis’ unmittelbar vorausgegangene Werke bewertet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1961 folgte ein prestigeträchtiger Auftritt in der Carnegie Hall<strong>. Miles Davis</strong> trat dort mit einem Quintett aus <strong>Hank Mobley</strong> (Tenorsaxophon), <strong>Wynton Kelly</strong> (Piano), <strong>Paul Chambers</strong> (Bass) und <strong>Jimmy Cobb</strong> (Schlagzeug) sowie mit der 21-köpfigen Bigband von <strong>Gil Evans</strong> auf. Das Programm wirkte wie ein Resümee seiner bisherigen Arbeit und verband Stücke für das Quintett mit Musik aus seinen Orchesterprojekten mit <strong>Gil Evans</strong>. Aufsehen erregte die Veranstaltung außerdem durch den Schlagzeuger und Bürgerrechtler <strong>Max Roach</strong>, der mit einem ungeplanten Protest gegen den Sponsor, die African Research Foundation, auf sich aufmerksam machte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bossa Nova mit Quiet Nights</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plattenfirma von <strong>Miles Davis</strong> drängte auf größere Verkaufserfolge und äußerte den Wunsch, aktuelle musikalische Trends aufzugreifen. Vor dem Hintergrund des kommerziellen Bossa Nova-Erfolgs regte Columbia offenbar ein entsprechendes Projekt von <strong>Miles Davis</strong> und <strong>Gil Evans</strong> an. Die Folge war das Album „Quiet Nights“, das beim Jazzpublikum auf sehr gemischte Reaktionen stieß. Kritiker betonen häufig, dass das Album weniger wie ein geschlossenes Werk wirkt, sondern eher wie eine lose zusammengestellte Folge von Aufnahmesitzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1963 und 1967 erlebte <strong>Miles Davis</strong> einen bedeutenden Popularitätsschub, begleitet von ausgedehnten Tourneen durch Europa und Japan. In dieser Zeit wurde sein Quintett neu besetzt: <strong>Wayne Shorter</strong> übernahm das Tenorsaxophon, <strong>Herbie Hancock</strong> das Piano und <strong>Ron Carter </strong>den Bass. Eine wesentliche Einflussgröße auf Davis’ Stil war zudem die Verpflichtung des damals erst 17-jährigen Schlagzeugers <strong>Tony Williams. </strong>Williams’ Spiel trug maßgeblich zur Weiterentwicklung des schnellen Bebop-Stils bei. Er variierte die traditionelle Swing-Begleitung und integrierte Achtel- sowie Triolenmuster. Diese lebendige Cymbal-Begleitung wirkte auf den Trompeter und verlieh ihm gegenüber den Vorjahren spürbar mehr Drive. Die Bandmitglieder brachten zunehmend eigene Kompositionen ein; besonders <strong>Wayne Shorter, Herbie Hancock</strong> und <strong>Tony Williams</strong> prägten das Repertoire.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Jahren 1965 bis 1967 veröffentlichte <strong>Miles Davis</strong> mit seinem „Second Great Quintet“ vier stilistisch verwandte Alben: „E.S.P.“, „Miles Smiles“, „Sorcerer“ und „Nefertiti“. Das Akronym E.S.P. steht für „Extra Sensory Perception“, also außersinnliche Wahrnehmung. Die vier Platten verbindet ein intensiv interaktiver, harmonisch offener, rhythmisch beweglicher Post Bop, der den Jazz zugleich abstrahiert und belebt; sie unterscheiden sich vor allem darin, dass „E.S.P.“ den Aufbruch markiert, „Miles Smiles“ die rhythmische Revolution zuspitzt, „Sorcerer“ die Musik verdunkelt und verdichtet und „Nefertiti“ sie zur höchsten strukturellen Feinheit führt. &nbsp;Der Titelsong „Nefertiti“, eine Komposition von <strong>Wayne Shorter</strong>, kehrt die traditionelle Rollenverteilung im Jazz um: Trompete und Saxophon wiederholen die Melodie, während die Rhythmusgruppe darunter immer freier harmonisch und rhythmisch variiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Filles de Kilimanjaro</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese vier Alben markieren den Punkt, an dem Miles&#8216; seinen Akustik-Jazz am weitesten modernisiert hatte, unmittelbar bevor die elektrische Wende alles noch einmal grundsätzlich veränderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen wichtigen Übergang bildete das 1968 erschienene Album „Filles de Kilimanjaro“. Es verband die offene Spielweise des zweiten großen Quintetts mit Fender-Rhodes-E-Piano, E-Bass und Schlagzeug und zunehmend rockorientierten Rhythmen. Zugleich kündigte es bereits jene Verschmelzung von Jazz, Rock und Funk an, die Davis in den folgenden Jahren konsequent weiterentwickeln sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Doppelalbum „Bitches Brew“ wurde zwischen August 1969 und Januar 1970 aufgenommen und im März 1970 veröffentlicht. Unter der Leitung von <strong>Miles Davis</strong> wirkten daran zahlreiche herausragende Musiker mit, darunter <strong>Wayne Shorter, John McLaughlin, Chick Corea, Joe Zawinul, Dave Holland, Jack DeJohnette </strong>und <strong>Lenny White</strong>. Das avantgardistische Fusion-Werk markierte einen weiteren radikalen Entwicklungsschritt. Stücke wie „Miles Runs the Voodoo Down“, „Bitches Brew“ und „Pharaoh’s Dance“ gelten längst als Meisterwerke des modernen Jazz. Das Album wurde 1999 zudem in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1970 bis 1975 – Aufbruch in neue Klangwelten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Rockmusik dem Jazz seit den 1960er-Jahren einen großen Teil seines jungen Publikums abgenommen hatte, wuchs <strong>Miles Davis’</strong> Anhängerschaft weiter. Davis selbst blieb jedoch nie bei einem einmal gefundenen Stil stehen. In den frühen 1970er-Jahren wandte er sich verstärkt elektrischen Instrumenten, Fusion, Funk und neuen Formen der Studioarbeit zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elektrische Gitarren, E-Pianos, Synthesizer, Bassgitarren, Effektgeräte und Percussion-Instrumente prägten seinen Sound. Seine Musik wurde lauter, rhythmischer und stärker von Rock, Funk, Soul und afroamerikanischen Grooves beeinflusst. Zugleich löste er sich immer mehr von klassischen Jazzformen: An die Stelle klarer Themen und einzelner Soli traten häufig lange, kollektiv entwickelte Improvisationen und vielschichtige Klangflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung polarisierte Publikum und Kritik. Die einen sahen darin einen radikalen und notwendigen Aufbruch des Jazz, die anderen kritisierten die Abkehr vom akustischen Jazz und von traditionellen Strukturen. Rückblickend gehört diese Phase jedoch zu den einflussreichsten Abschnitten seines Schaffens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„A Tribute to Jack Johnson“ von 1971 verbindet Jazz und Rock in besonders direkter, kraftvoller Weise. Das Album entstand im Umfeld des gleichnamigen Dokumentarfilms über den Boxer<strong> Jack Johnson</strong>; darauf wird in Teil 3&nbsp; noch näher eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Umbruch von „Bitches Brew“ führte <strong>Miles Davis</strong> seinen Weg mit Alben wie „Live-Evil“, „On the Corner“, „Big Fun“, „Get Up with It“ sowie den Live-Aufnahmen „Dark Magus“, „Agharta“ und „Pangaea“ fort. Besonders „On the Corner“ aus dem Jahr 1972 setzte auf repetitive, funkbetonte Rhythmen, kurze Motive und dicht geschichtete Klangstrukturen. Das Album wurde zunächst kontrovers aufgenommen, später aber als wichtiger Einfluss für Funk, Hip-Hop, elektronische Musik und experimentellen Jazz erkannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jahre bis 1975 waren für <strong>Miles Davis</strong> zugleich gesundheitlich und persönlich schwierig. Schmerzen, körperliche Beschwerden, Erschöpfung und Drogenprobleme belasteten ihn zunehmend. Dennoch entstanden in dieser Zeit einige seiner kompromisslosesten und bedeutendsten Aufnahmen. Nach den Konzerten in Osaka am 1. Februar 1975, aus denen „Agharta“ und „Pangaea“ hervorgingen, zog sich <strong>Miles Davis</strong> für mehrere Jahre weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rückkehr ab 1981</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Album &nbsp;„The Man with the Horn“ kehrte <strong>Miles Davis</strong> 1981 nach rund sechs Jahren Studio- und Konzertpause zurück. Der Titel spielt auf den Film „Young Man with a Horn“ von 1950 mit <strong>Kirk Douglas</strong> an, dessen Handlung sich sehr frei an der Biografie des Kornettisten <strong>Bix Beiderbecke</strong> orientiert. Zugleich könnte der Titel &nbsp;auch einen Bezug zu Miles Davis’ frühe Aufnahme „Young Man with the Horn“ aus dem Jahr 1952 sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine Rückkehr stellte Davis eine neue Band zusammen. Zu den wichtigsten Musikern dieser Phase gehörten der Sopransaxophonist <strong>Bill Evans</strong>, der Gitarrist <strong>Mike Stern</strong>, der Schlagzeuger <strong>Al Foster</strong> und der Perkussionist <strong>Mino Cinélu</strong>. Auf „The Man with the Horn“ ist besonders „Aida“ hervorzuheben: Der Titel zählt zu den rhythmisch lebendigsten Stücken des Albums. Das markante Thema wird von <strong>Miles Davis’</strong> Trompete und <strong>Bill Evans’</strong> Sopransaxophon wirkungsvoll gestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Decoy“ aus dem Jahr 1984 setzte Davis seine moderne, elektrisch geprägte Richtung fort. An dem Album wirkten unter anderem <strong>Branford Marsalis, John Scofield, Darryl Jones </strong>und <strong>Robert Irving III</strong> mit. <strong>Darryl Jones </strong>wurde später Bassist der Rolling Stones. Das Stück „That’s What Happened“ steht für den funkigen, energischen und offenen Bandsound dieser Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf „You’re Under Arrest“ von 1985 verband der Trompeter Jazz, Funk und Pop auf besonders direkte Weise. Er interpretierte dort unter anderem Songs von <strong>Michael Jackson</strong> und <strong>Cyndi Lauper</strong>. Gleichzeitig greift das Album gesellschaftliche Themen auf: Polizeigewalt, Rassismus, Drogen, Gewalt und die Lebenssituation schwarzer Jugendlicher in den USA bilden einen wichtigen Hintergrund. Die Titel “One Phone Call“ oder „Street Scenes“ belegen dies.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Funk-Grooves mit Tutu</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miles Davis</strong> machte stets deutlich, wie sehr er sich der afroamerikanischen Kultur verbunden fühlte und wie entschieden er Rassismus ablehnte. Der Titelsong „Tutu“ auf dem gleichnamigen &nbsp;Album&nbsp; von 1986 verweist auf den südafrikanischen Bischof und Anti-Apartheid-Aktivisten <strong>Desmond Tutu</strong>. Ebenso bezieht sich der Titel „Full Nelson“ auf den Bürgerrechtler <strong>Nelson Mandela</strong>. Die von <strong>Marcus Miller</strong> maßgeblich konzipierte Musik verbindet <strong>Miles Davis’</strong> Trompete mit Synthesizern, programmierten Rhythmen und Funk-Grooves. „Tutu“ wurde zu einem der erfolgreichsten und prägendsten Alben seiner späten Karriere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miles Davis</strong> blieb bis zu seinem Tod 1991 eine künstlerische Ausnahmeerscheinung. Seine Musik wirkte jedoch nicht nur auf Jazz, Rock, Funk und Pop, sondern auch weit über die Konzertbühne hinaus – insbesondere im Film. Dieser Seite seines Schaffens widmet sich der letzte &nbsp;Teil der Trilogie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> Vgl. Teil 1 der Artikelserie zu Miles Davis</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klaus Huckert</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Hier ist der <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/miles-davis-story-die-fruehen-jahre/">Teil 1 der Miles Davis Story</a></strong>. Der <strong>Teil 3</strong> erscheint Ende des Jahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jazzreportagen.com/miles-davis-story-die-sechziger-bis-neunziger-jahre/">Miles Davis Story – Die sechziger bis neunziger Jahre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jazzreportagen.com">Jazzreportagen.com</a>.</p>
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		<title>Markus Stockhausen Group bei den Jazztagen Sindelfingen 2026</title>
		<link>https://www.jazzreportagen.com/markus-stockhausen-group-bei-den-jazztagen-sindelfingen-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 14:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[igkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jazzreportagen.com/?p=28079</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die unendliche Weite der Galaxien ist hörbar, der Zweiklang von Cello und Trompete, beide mit bestechendem Ton, katapultiert in ferne Welten; Wechsel...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jazzreportagen.com/markus-stockhausen-group-bei-den-jazztagen-sindelfingen-2026/">Markus Stockhausen Group bei den Jazztagen Sindelfingen 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jazzreportagen.com">Jazzreportagen.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein Wanderer durch die Sphären im Odeon der SMTT</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="513" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/markus-stockhausen-jazztage-sindelfingen-2026-0074.jpg" alt="Markus Stockhausen im Odeon der SMTT bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28076" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/markus-stockhausen-jazztage-sindelfingen-2026-0074.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/markus-stockhausen-jazztage-sindelfingen-2026-0074-600x400.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/markus-stockhausen-jazztage-sindelfingen-2026-0074-270x180.jpg 270w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/markus-stockhausen-jazztage-sindelfingen-2026-0074-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Markus Stockhausen</figcaption></figure>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3"><strong>Markus Stockhausen</strong> (Flügelhorn/Trompete/Synthie)<br><strong>Jeroen van Vliet</strong> (Piano/Keyboard)<br><strong>Jörg Brinkmann</strong> (Cello)<br><strong>Christian Thomé</strong> (Drums/Schlagwerk)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stockhausen rundet mit seinen kongenialen Begleitern die 12. Jazztage Sindelfingen aufs Schönste ab</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sindelfingen, 26.4.2026 <em>Der deutsche Jazzpreisträger für Blechblasinstrumente 2021 nimmt mit seiner <strong>Markus Stockhausen Group</strong> das Publikum auf eine besondere Reise mit</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stockhausen? Ja hat man irgendwo schon mal gehört, wenn es um Neue Musik ging. Allerdings denken viele zunächst an den 2007 verstorbenen Komponisten Karlheinz Stockhausen. Mit sei­ner in­di­vi­du­el­len und un­an­ge­pass­ten&nbsp;Ästhetik&nbsp;gilt Karl­heinz Stock­hau­sen als ei­ner der be­deu­tends­ten und ein­fluss­reichs­ten deut­schen Kom­po­nis­ten der Nach­kriegs­zeit. Rück­bli­ckend wer­den ins­be­son­de­re Stock­hau­sens elek­tro­ni­sche Kom­po­si­tio­nen als Pio­nier­leis­tun­gen in der Mu­sik­ge­schich­te an­ge­se­hen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://www.jazzreportagen.com/markus-stockhausen/">Markus Stockhausen</a>s Reise durch die Galaxien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun also sein Sohn Markus in Sindelfingen bei den Jazztagen. Obwohl dieser noch zahlreiche Konzerte mit seinem Vater spielte, hat der Trompeter seinen ganz eigenen Stil entwickelt. „<em>Eine Reise durch die Galaxien</em>“, fasst der Bigband-Leiter des Böblinger Albert-Einstein-Gymnasiums Johannes Stephan nach dem Konzert das Erlebte zusammen. Albrecht Barth vom Veranstalter IG Kultur Sindelfingen fügt hinzu: „<em>Das war das beste Konzert der Jazztage!</em>“. Wenn man im Odeon der SMTT (Musikschule Sindelfingen) nach Konzertende den Blick ins Rund schweifen ließ, war in den Gesichtern der Besucher zu lesen, dass hier wirklich Besonderes stattfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Reihe nach – Mit „<em>Sunday Morning</em>“ beginnt am Sonntagabend die Reise in Stockhausens musikalische Welt. Begleitet vom Cellisten <strong>Jörg Brinkmann</strong>, dem Schlagwerker <strong>Christian Thomé</strong> und dem holländischen Pianisten <strong>Jeroen van Vliet</strong> lässt Stockhausen mit einem strahlenden Trompetenton die Sonne aufgehen bevor er dem Publikum mit fast barocker Spielweise „<em>Ein Lächeln</em>“ schenkt.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="375" data-id="28075" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-van-vliet-sindelfingen-2026-0081.jpg" alt="Markus Stockhausen Group Pianist bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28075"/><figcaption class="wp-element-caption">Jeroen van Vliet </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="375" data-id="28077" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-brinkmann-sindelfingen-2026-0071.jpg" alt="Markus Stockhausen Group mit Brinkmann bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28077"/><figcaption class="wp-element-caption">Jörg Brinkmann </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="375" data-id="28074" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-thome-jazztage-sindelfingen-2026-0080.jpg" alt="Markus Stockhausen Group mit Christian Thomé bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28074"/><figcaption class="wp-element-caption">Christian Thomé </figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das kreativ gespielt Cello von Jörg Brinkmann ist ein Genuss</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Cello übernimmt in dieser Formation zupfend die Arbeit eines Kontrabassisten und streichend einen singend sehnsuchtsvoll warmen Ton, der bisweilen auch an eine Bratsche erinnert. Thomé setzt oft eher kreative Akzente, als dass er sich eines durchgehenden Beats bedient. So kommt bei Brinkmanns schwebendem „<em>Rain No Play</em>“ erstmalig und effektvoll auch ein kleines Glockenspiel zum Einsatz. Zart, dynamisch, spannende Harmonien mit Tiefgang, so könnten die Attribute dieser Komposition lauten. Stockhausen erzählt bei der Anmoderation von „<em>Falling Stars</em>“ wie sehr er vom Kosmos fasziniert ist und dieser auch immer wieder als Inspirationsquelle dient. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unendliche Weite der Galaxien ist hörbar, der Zweiklang von Cello und Trompete, beide mit bestechendem Ton, katapultiert in ferne Welten; Wechsel von gedämpfter Trompete zum Flügelhorn; die Stücke entwickeln sich und atmen! Vor der Pause führt Stockhausen in die „<em>Better World</em>“ in die man trotz turbulenter Zeit glauben sollte: Gezupfte Cello-Patterns, ein atemberaubendes Solo desselben und geschlagene Akkorde erzeugen eine dichte Aufbruchstimmung. Der bislang eher im Hintergrund agierende van Vliet führt mit einem expressiven Piano-Solo in seine Komposition „<em>Helena</em>“ und Stockhausens „<em>Flow</em>“ fließt und wird zu Brinkmanns Cello-Spielwiese.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0069.jpg" alt="Markus Stockhausen Group auf der Bühne bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28073" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0069.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0069-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0069-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jeroen van Vliet, Markus Stockhausen, Jörg Brinkmann, Christian Thomé </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Magische Augenblicke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klanggemälde voller Schönheit hat „<em>Warmlicht</em>“ zu bieten und „<em>Nebula</em>“ entführt ein weiteres Mal in die weiten Galaxien, wovon alleine unsere ca. 200 000 Lichtjahre durchmisst. Thomé’s „<em>Susanna</em>“ landet dann schließlich mit einem Ultra-Groove-Antrieb wieder auf der Erde. Nach diesem finalen Stück schicken die rund 100 Besucher einen Beifallsorkan zu den sympathischen Akteuren, die darauf gerne mit „<em>There is always hope</em>“ reagieren. Genau wie in der Konzertankündigung beschrieben, gab es diese „<em>Magischen Augenblicke</em>“ auf der Bühne, die im Zusammenspiel mit musikalischem Feingefühl innere Welten zum Schwingen brachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besucherin beschreibt das so: „<em>Das ging ganz tief. Ich bin von Klängen durchflutet. So etwas habe ich live noch nie erlebt!“</em> und zwei weitere Besucher, Stockhausen Neulinge und zum ersten Mal im Odeon, sind sich einig: „<em>Ein schönes Aufeinander Eingehen, sehr komplex mit überraschenden Tonfolgen &#8211; ein außergewöhnliches Klangerlebnis!“</em>. Auf die Frage wo sie die Qualität dieses Abends auf einer Zahlenskala von 1 bis 10 ansiedeln würde, antwortet die Leiterin der SMTT: „Bei 20!“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0061.jpg" alt="Markus Stockhausen Group van Vliet im Odeon der SMTT bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-28078" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0061.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0061-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/stockhausen-group-jazztage-sindelfingen-2026-0061-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jeroen van Vliet, Markus Stockhausen</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Universum &#8211; Markus Stockhausens Inspirationsquelle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stockhausen selbst zieht seine musikalische Schöpfungskraft nicht zuletzt aus dem Erleben seines irdischen Daseins in Beziehung zum Universum. Das für ihn unfassbar und groß ist: <em>„Da kommt mir eine tiefe Ehrfurcht vor dem Leben, und eine Begeisterung ob der schier unendlichen Kreativität des Schöpfer-Weltengeistes.In Relation dazu: unser „kleines“ &#8211; und keineswegs unbedeutendes &#8211; Erdenleben, unser persönliches Schicksal. Die Ereignisse, die wir Menschen produzieren &#8211; was für einen Sinn machen sie angesichts dieser enormen Relationen? Wie setzen wir unsere persönlichen Wünsche und Probleme in Relation zu diesen kosmischen Dimensionen? Was für einen Sinn macht Krieg &#8211; Menschen die sich gegenseitig töten wegen diesem oder jenem? Müsste nicht all unser Sinnen darauf aus sein das Leben in all seinen Erscheinungsformen aufs Höchste zu achten, zu ehren, zu bewahren, zu unterstützen und zu hegen?“.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Text und Fotos Bernd Epple</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Samuel Restle Oktett im Pavillon bei den Jazztagen Sindelfingen 2026</title>
		<link>https://www.jazzreportagen.com/samuel-restle-oktett-im-pavillon-bei-den-jazztagen-sindelfingen-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RainerOrtag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[igkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein groovender Einstieg, Bläsersätze in wiederholendem Muster, durchgängige Beats und ein mitreißendes Trompetensolo, so kam Restles...</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Samuel Restle, der Landesjazzpreisträger von 2025 mit seinem Oktett</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="513" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-mit-seinem-oktett-pavillon-sindelfingen-0993-1.jpg" alt="Samuel Restle Posaune im Pavillon bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-27972" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-mit-seinem-oktett-pavillon-sindelfingen-0993-1.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-mit-seinem-oktett-pavillon-sindelfingen-0993-1-600x400.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-mit-seinem-oktett-pavillon-sindelfingen-0993-1-270x180.jpg 270w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-mit-seinem-oktett-pavillon-sindelfingen-0993-1-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Samuel Restle</figcaption></figure>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3"><strong>Lars Töpperwien</strong> –&nbsp;Trompete<br><strong>Dan Roncari</strong> – Altsaxophon, Klarinette<br><strong>Lukas Wögler </strong>–&nbsp;Tenorsaxophon, Flöte<br><strong>Bastian Brugger</strong> –&nbsp;Baritonsaxophon, Flöte<br><strong>Moritz Langmaier</strong> –&nbsp;Klavier<br><strong>Jan Dittmann </strong>– Kontrabass<br><strong>Lucas Klein</strong> –&nbsp;Schlagzeug<br><strong>Samuel Restle </strong>– Posaune, Komposition</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotion vs. Groove</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sindelfingen, 11.4.2026</strong> <em>Bei den 12. Jazztagen Sindelfingen startete Samuel Restle, dem Landesjazzpreisträger von 2025 mit seinem Oktett. Im Pavillon der IG Kultur traf er den Puls des Publikums</em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-pavillon-buehne-0992-1.jpg" alt="Samuel Restle Oktett im Pavillon bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-27971" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-pavillon-buehne-0992-1.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-pavillon-buehne-0992-1-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-pavillon-buehne-0992-1-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Samuel Restle Oktett </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionell finden die Sindelfinger Jazztage mit dem Landesjazzpreisträger des Vorjahres statt. So auch am Samstagabend. Rund 70 Besucher lauschten <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/samuel-restle/">Samuel Restle</a></strong> und seinem Oktett, bestehend aus fünf Bläsern und einer dreiköpfigen Rhythmusgruppe. Der 28-jährige Posaunist ist längst schon in der bundesdeutschen Jazzszene angekommen, spielte unter anderem im Bundesjazzorchester oder war bereits mit der Tobias Becker Bigband, sowie der SWR-Bigband unterwegs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesjazzpreisträgerin Fola Dada, als Vorsitzende der Fachjury, urteilte bei der Vergabe des Landesjazzpreises: „<em>Seine intelligenten Kompositionen und Arrangements zeugten von vielschichtiger Kreativität und Originalität, die die Grenzen des Jazz erweitern und neue Maßstäbe, besonders für Bigband-Formationen, setzen würden. Als Bandleader fördere er nicht nur das musikalische Wachstum seiner Mitmusikerinnen und -musiker, sondern schaffe auch ein inspirierendes Umfeld</em>“.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-jazztage-sindelfingen-0002-1.jpg" alt="Samuel Restle Oktett im Pavillon Sindelfingen 2026" class="wp-image-27975" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-jazztage-sindelfingen-0002-1.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-jazztage-sindelfingen-0002-1-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-jazztage-sindelfingen-0002-1-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Samuel Restle Oktett </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit solchen Vorschusslorbeeren geschmückt saß Restle nun also mit seiner Posaune auf der Pavillon-Bühne, flankiert von <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/bastian-brugger/">Bastian Brugger</a></strong> (Baritonsaxofon, Flöte), <strong>Lars Töpperwien</strong> (Trompete), <strong>Dan Roncari</strong> (Altsaxofon, Klarinette) und <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/lukas-woegler/">Lukas Wögler</a> </strong>(Tenorsaxofon, Flöte). <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/moritz-langmaier/">Moritz Langmaier</a></strong> (Klavier), <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/jan-dittmann/">Jan Dittmann</a></strong> (Kontrabass) und <strong><a href="https://www.jazzreportagen.com/lucas-klein/">Lucas Klein</a></strong> (Schlagzeug) vervollständigten das <strong>Samuel Restle Oktett</strong> und sorgten für den Rhythmusteppich auf dem sich das Gebläse aalen durfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anspruchsvolle Kompositionen nehmen den Fuß vom Gaspedal</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Restle-Komposition „Milo“ ging es zunächst entspannt und unaufgeregt ans Werk bis Wögler mit einem ersten Solo den High Notes-Gipfel erklomm. Das mutete technisch versiert, aber auch vom Gesamtklang losgekoppelt an. Dies sei ein älteres Werk gewesen ließ Restle im Anschluss verlauten und nun käme sein neuestes „Komorebi“ mit melancholisch anmutenden Bläsersätzen und einem interessanten Trompetensolo, aus Klangfragmenten zusammengebastelt, ließ mainstreamgewohnte Ohren, die weiterhin auf den Groove warteten, nicht unbedingt aufhorchen. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="385" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-blaeser-pavillon-buehne-0010-1.jpg" alt="Samuel Restle Oktett Bläser im Pavillon bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-27974" srcset="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-blaeser-pavillon-buehne-0010-1.jpg 770w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-blaeser-pavillon-buehne-0010-1-600x300.jpg 600w, https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-blaeser-pavillon-buehne-0010-1-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption class="wp-element-caption">Samuel Restle Oktett </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde das „<em>schwierigste</em>“ Stück angekündigt, zudem wohl ebenfalls nur aufgeschlossene Jazzgeister umgehenden Zugang bekamen; rhythmisch vertrackt und harmonisch anspruchsvoll. „<em>May be someday</em>“ war dann vor der Pause die musikalische Verarbeitung einer unerfüllten Liebe, wiederum mit einem sehr freien Tenorsaxofon-Solo, das in einen Jamsession-Charakter eingebunden war; ein wenig an die Free Jazz-Ära der Endsechziger erinnernd. War die erste Hälfte des Abends von introvertierten Emotionen geprägt, ging’s in der zweiten Halbzeit für viele Besucher erst richtig los.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die „Alten Meister“ bringen Farbe ins Spiel</h2>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="493" data-id="27973" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-bass-pavillon-buehne-0995.jpg" alt="Samuel Restle Oktett Bassist im Pavillon bei den Jazztagen Sindelfingen 2026" class="wp-image-27973"/><figcaption class="wp-element-caption">Jan Dittmann </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="370" height="493" data-id="27976" src="https://www.jazzreportagen.com/wp-content/uploads/2026/08/samuel-restle-oktett-pavillon-buehne-0014.jpg" alt="Samuel Restle Oktett mit Bastian Brugger im Pavillon 2026" class="wp-image-27976"/><figcaption class="wp-element-caption">Bastian Brugger </figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein groovender Einstieg, Bläsersätze in wiederholendem Muster, durchgängige Beats und ein mitreißendes Trompetensolo, so kam Restles „<em>Letters</em>“ daher, bevor man sich auch an den Werken weiterer Komponisten bediente. Charles Mingus stand da ganz vorne an. Dessen „<em>Reincarnation Of A Lovebird</em>“, von Restle clever arrangiert, machte den Anfang. Plötzlich begann die Band ordentlich zu swingen, kurze knackige Soli über einen Chorus, und Restle, sowie Roncari zeigten was sie in diesem Genre draufhaben. Duke Ellingtons „<em>Sound of Love</em>“ glänzte mit einem knarzenden innovativen Baritonsax-Solo und „<em>Light Blue</em>“ (Monk) zierte das Ende des regulären Programms mit einem expressiven Tenorsax-Solo, spannenden Bläserarrangements unter Einbeziehung von Klarinette und zwei Querflöten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun hatte die Vorstellung auch den letzten Besucher erreicht und eine Zugabe war die logische Konsequenz. „<em>Die Beamte</em>“ ist seiner Schwester gewidmet und laut Restle das Zweitbeste, das er bislang komponiert hatte. Frisch und offbeat-betont schwappte diese finale Welle ins Publikum und versöhnte all diejenigen, die mit dem ersten Teil des Abends nicht so viel anfangen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fotos und Text Bernd Epple</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e3e3e3">Aktuelles <strong><a href="https://www.pavillon-sindelfingen.de/veranstaltungen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programm des Pavillon Sindelfingen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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