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TOKUNBO – Lost & Found

Mit ihrem vierten Soloalbum „Lost & Found“ begibt sich TOKUNBO ins Fundbüro des eigenen Lebens.

TOKUNBO – Lost & Found - Album 2026
TOKUNBO – Lost & Found – Foto: Anne de Wolff

Tokunbo: vocals & backing vocals
Ulrich Rode: acoustic & electric guitars, ukulele, electric bass, keyboards & backing vocals 
Christian Flohr: electric & upright bass
Matthias ‚Maze‘ Meusel: drums, percussion, keyboards & piano
Anne de Wolff: violin, viola, cello, vibraphone & backing vocals
Phil Siemers: Special vocal guest on ‚Polaroid Life‘

Yoruba Girl Records TO-016 & TO-017 | Vertrieb recordJet / Edel Distributon | VÖ: 25. Sept. 2026

Im Fluss der Erinnerung

Mit ihrem vierten Soloalbum „Lost & Found“ begibt sich TOKUNBO ins Fundbüro des eigenen Lebens. Dort begegnet die deutsch-nigerianische Sängerin und Songwriterin Erinnerungen, familiären Prägungen und früheren Versionen ihrer selbst. Es ist ein Album über Herkunft und Identität, über das Verlieren und Wiederfinden – und über die Einsicht, dass beides untrennbar zusammengehört.

TOKUNBO – zum neuen Album Lost & Found
TOKUNBO – Lost & Found – Foto: Anne de Wolff

Warme Klänge und offene Horizonte

Viele der 13 Stücke entstanden an besonderen Rückzugsorten: in einem Baumhaus im Wald oder an der Küste, begleitet vom Rauschen der Blätter und Wellen. Diese Entstehungsorte scheinen unmittelbar in die Musik eingeflossen zu sein. „Lost & Found“ wirkt luftig, warm und organisch. Filigrane Gitarren, zurückhaltende Percussion, erdige Basslinien und fein gesetzte Streicher schaffen Arrangements, die TOKUNBOs charaktervoller, samtiger Stimme viel Raum lassen. Folkiger Jazz und sanfter Pop verbinden sich dabei mit eleganten Anklängen an die 1970er-Jahre. Mitunter erinnern die Songs an die melodische Leichtigkeit Burt Bacharachs oder die entspannte Wärme von Fleetwood Mac, ohne dabei nostalgisch stehen zu bleiben.

TOKUNBO – Lost & Found - 4.Album
TOKUNBO – Lost & Found – Foto: Anne de Wolff

Inhaltlich spannt TOKUNBO einen weiten Bogen über drei Generationen. „70s Magazine Memory“ führt zurück zur ersten Begegnung ihrer Eltern – jenem Moment also, ohne den es die Erzählerin selbst nicht gäbe. „Under Water“ nimmt eine nachdenkliche Bestandsaufnahme der Gegenwart vor, während „Empty Nest“ bereits auf den künftigen Abschied vom eigenen Kind blickt. In „Polaroid Life“ geht es um unterschiedliche Formen der Liebe, in „To Be Alive“ um die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Persönliche Erfahrungen werden dabei nicht bloß dokumentiert, sondern in offene, assoziative Bilder verwandelt.

Ein Album wie Wasser

Passend dazu versteht TOKUNBO „Lost & Found“ als ihr Wasser-Album. Den früheren Werken „Queendom Come“, „The Swan“ und „Golden Days“ lassen sich Feuer, Luft und Erde zuordnen; nun vervollständigt das Wasser den Kreis. Tatsächlich sind die neuen Texte fließender und weniger konkret als zuvor. Sie wollen Ambivalenzen nicht beseitigen, sondern tragen den Gedanken, dass Identität stets in Bewegung bleibt.

TOKUNBO – Am Sofa für Lost & Found
TOKUNBO – Lost & Found – Foto: Anne de Wolff

Gerade darin liegt die Stärke des Albums. „Lost & Found“ drängt nicht auf große Gesten, sondern entfaltet seine Wirkung durch Ruhe, klangliche Sorgfalt und emotionale Offenheit. TOKUNBO erzählt vom Ankommen, ohne Stillstand zu behaupten, und vom Loslassen, ohne den Verlust kleinzureden. So entsteht ein zeitlos elegantes, liebevoll gearbeitetes Album, das sommerliche Leichtigkeit mit biografischer Tiefe verbindet – Musik wie ein weiter Blick aufs Meer.

Tour 2026/27

19.09.26 Bad Salzuflen, 16.10.26 Bremen, 17.10.26 Leck, 18.10.26 Bad Oldesloe
, 22.10.26 Regensburg, 23.10.26 Mannheim
, 24.10.26 Stuttgart
 Jazzclub Bix, 25.10.26 Kassel
, 14.11.26 Hannover
 16.04.27 Zwingenberg, 17.04.27 Bad Wünnenberg, 18.04.27 Nordhorn, 23.04.27 Windisch Eschenbach, 24.04.27 Bayreuth 

Weitere Informationen und ein Video zum Album direkt auf Tokunbos Webseite.

Portraits von Tokunbo Akinro